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Große Sandbänke und Auenwälder geben dem Fluss seinen unverwechselbaren Charakter und bieten einer Vielzahl von Pflanzen und Tieren Lebensräume. Uferschwalben, Strandläufer und Eisvögel gehören zu den ca. 190 Vogelarten, die sich an den Flussufern der Loire niedergelassen haben. Die zahlreichen Kurven erfreuen jeden Paddler und Naturfreund. Der Fluss ändert seine Geschwindigkeit je nach Wasserstand. Mal ist er zahm, mal schnell fließend. Kleinere und größere Wehre werden in spritziger Fahrt befahren oder umtragen.

Für unsere beiden einwöchigen Touren, die miteinander kombinierbar sind, haben wir den Flussabschnitt zwischen Digoin und Cosne ausgewählt. An der westlichen Grenze von Burgund passieren wir Dörfer und Städte, die einen Landausflug lohnenswert machen. Die geschichtsträchtige Region hat kulturell viel zu bieten. Und dennoch ist es hier einsamer und ruhiger, als man vermuten könnte. Man trifft selten auf andere Kanuten. Die Touristenströme fließen woanders.

* Tour von Digoin nach Decize. Touren ohne Sternchen führen von Decize nach Cosne.

Kanuwoche Digoin - Decize (8 Tage)

Der Treffpunkt ist in Decize, und die Reise beginnt mit einem Transfer um 12 Uhr nach Digoin. Auf den ersten Kilometern ist das Flussbett noch recht schmal. Leichte Schwälle sorgen für etwas Nervenkitzel und viel Abwechslung. Wir versuchen, die Strömung in den Außenkurven optimal zu nutzen. Kanuwandern par excellence, mit Zeit zum Genießen der Natur. Häufig sehen wir Reiher und andere Wasservögel auf Beutefang. Muscheln und Fische bieten ihnen reichlich Nahrung. Uferschwalben zeigen ihre Flugkünste, und die im Fluss trinkenden Kühe staunen genauso wie wir.
Bei der kleinen Ortschaft Diou erzeugt ein verfallenes Wehr spritzige Stromschnellen, welche die Herzen der Paddler höher schlagen lassen. Danach weitet sich das Flussbett, es bilden sich größere Sandbänke und schöne Badestellen, wie bei Le Fourneau. Etwa 5 km davon entfernt liegt Bourbon-Lancy, ein 1348 gegründetes Städtchen mit interessanten historischen Zeugnissen.
Ab Thareau zeigt die Loire ein etwas anderes Gesicht. Weite Schleifen, beeindruckende Uferabbrüche in ursprünglicher Landschaft, Auwälder, zahlreiche Inseln und verflochtenes Wurzelwerk am Ufer sorgen für abwechslungsreiche Ausblicke.
Wir lagern auf Sandbänken, genießen die Lagerfeuerromantik und lassen uns vom Rhythmus der Loire treiben, bis wir bei der Mündung des Aron in Decize anlanden.


Kanuwoche Decize - Cosne (8 Tage)

Die Strecke zwischen Decize und Cosne ist besonders reizvoll durch den beständigen Wechsel von außergewöhnlichen Naturlandschaften und kulturellen Sehenswürdigkeiten. Dabei entwickelt sich die Loire nach und nach von einem kleinen Fluss zu einem breiten Strom. Dazu trägt der Allier bei, der in einem verzweigten Delta eindrucksvoll in die Loire mündet. Zu den kulturellen Höhepunkten der ersten Tage zählt die Stadt Nevers, über der die majestätische Kathedrale thront.
Zur Mitte der Woche bietet sich ein Pausentag in La Charité an. Die Stadt aus dem 11. Jahrhundert lockt nicht nur die Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela an, sondern auch Bücherwürmer. Zahlreiche Antiquariate haben sich in der Stadt des Buches angesiedelt. Die Kirche „Notre-Dame“ ist als UNESCO-Weltkulturerbe berühmt. In der Altstadt flaniert man durch charmante französische Gassen mit bunten Läden und kleinen Cafés. Von den alten Festungsruinen aus hat man einen tollen Ausblick über die Dächer der Stadt und die Steinbrücke aus dem 15. Jahrhundert. Nördlich von La Charité paddeln wir ca. 20 km durch ein Naturschutzgebiet, an dessen Ende die berühmte Winzerstadt Sancerre auf einem Hügel das Loire-Tal überblickt. Unser Etappenziel der Woche erreichen wir am Freitag in Cosne.
Der Treffpunkt ist um 10h30 auf dem Campingplatz in Decize, daher ist es in der Regel sinnvoll, gleich eine Zusatzübernachtung mitzubuchen.


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